Die Versammlung war fast vollständig: 95 stimmberechtigte Delegierte zählte die Zählkommission – der Mehrheit lag also bei 48.

Mit kleiner Verspätung eröffnete der Kreisvorsitzende Florian Graf die Versammlung. Wesentlicher Tagespunkt des Parteitages war die Nominierung des Kandidaten für das Amt des Stadtrates für Bildung, Kultur und Soziales: Zur Wahl gestellt hatten sich Matthias Steuckardt, der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der BVV, und Christian Zander, der Geschäftsführer des Fraktionsbüros der CDU.

 

Beide Kandidaten erhielten die Gelegenheit, sich den Delegierten vorzustellen. Beiden wurden vom Vorsitzenden dafür 10 Minuten zugebilligt. (Beide erhielten einen kleinen Zeitaufschlag von wenigen Minuten, den sie auch für ihre Rede nutzten.)

Matthias Steuckardt wählte eine unkonventionelle Gliederung seiner Rede: Er begann mit einer  Einschätzung  der politischen Lage und Machtverteilung im Bezirk, deren Arbeitsergebnisse von Misserfolgen und - für den Bezirk und seine Bürgerinnen und Bürger von nachteiligen – Versäumnissen, geprägt sei. Dann ging er auf die drei Referate Kultur, Soziales und Bildung ein, und mit Beispielen aus der jetzigen Wahlperiode untermauerte er seine These von der Unfähigkeit der rot-grünen Koalition. Er schloss seine Rede mit den Worten, wenn die Delegierten  ihn – Matthias Steuckardt, 40 Jahre alt, ledig, geboren in Thüringen, derzeit Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV – zum Kandidaten nominierten,  würde er sich freuen -  und dankte für die Aufmerksamkeit der Anwesenden.

Christian Zander wählte die konventionelle Gliederung seiner Vorstellung: Er – Christian Zander, ist 41 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder – eine Tochter und zwei Stiefsöhne. Er ist der Geschäftsführer der CDU-Fraktionsbüros, Volljurist und als solcher auch tätig. Drüber hinaus ist er als Dozent in zwei Fortbildungsinstituten tätig. Auch er sprach über seine Einschätzung der politischen Lage im Bezirk und kritisierte die derzeitige rot-grüne Koalition wegen ihrer ineffektiven Arbeit und ihrer blockierenden Haltung in vielen Bereichen des politischen Wirkens auf allen Verwaltungsebenen – und das zum Nachteil der Bürgerinnen und Bürger. Er untermauerte seine Haltung mit etlichen konkreten Beispielen – insbesondere aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Er zeigte auf, wie er das im Falle seiner Wahl ändern wolle und als Stadtrat zum Wohle und Nutzen des Bezirks erfolgreich wirken wolle. Deshalb bat er die Delegierten um ihre Stimme für seine Nominierung und dankte den Anwesenden.   

Anschließend erfolgte die Wahl. Das Ergebnis war eindeutig: mit 62 zu 29 Stimmen gewann Matthias Steuckardt; er ist also der nominiere Kandidat für die Wahl zum Stadtrat bei der nächsten BVV-Sitzung.          

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