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07.07.2019, 10:08 Uhr | Ralf Olschewski
Kleingartenanlagen nicht unüberlegt für die wachsende Stadt opfern
 

Für die CDU im Bezirk sind Kleingärten ein wichtiger Bestandteil unseres Stadtbildes, die sowohl gesellschaftspolitisch, als auch aus Umwelt- und Klimaschutzgründen eine nicht zu unterschätzende Funktion haben. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt das Wohnungsbau nicht auf Kleingartenanlagen stattfindet, und Kleingartenanlagen nicht vorschnell platt gemacht werden, um bspw. Sportanlagen oder andere soziale Infrastruktur darauf zu errichten. Hier muss eine gründliche Abwägung und auch die Suche nach Alternativen erfolgen.

 

Die Einwohnerzahl Berlins und unseres Bezirks wächst seit einigen Jahren stetig an. Das bedeutet zugleich, dass für eine steigende Anzahl von Menschen mehr soziale Infrastruktur bereitgestellt werden muss. Dies sind vorwiegend Schulen, Sportanlagen und Kitas, aber auch an Jugendeinrichtungen, Spielplätze und VHS/Musikschule ist zu denken. Um Flächen zu finden, wo diese neuen Einrichtungen gebaut werden können, wurde eine Firma mit einer Studie betraut, die für jeden Bezirk Flächenpotentiale ausfindig machen sollte. In die bezirkliche Betrachtung flossen vorwiegend Grundstücke ein, die dem Land Berlin gehören und auf denen das geltende Baurecht bereits soziale Infrastruktur vorsieht. Dies betraf zunächst zehn Kleingartenanlagen in Tempelhof. Nach Intervention der Betroffenen und mit Unterstützung der CDU sind drei Kleingartenanlagen (Papestraße, Hansakorso und Zähringer Korso) wieder von der Liste der Potentialflächen genommen worden und erhalten die höchsten Schutzstufen. Auch das Gelände rund um die historische Mariendorfer Adlermühle in Mariendorf steht nicht mehr für eine Bebauung zur Debatte. - Ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion fand die Unterstützung der anderen Fraktionen.

Die CDU wird auch künftig alle Vorschläge des Bezirksamtes konstruktiv-kritisch unter der Maßgabe prüfen, dass eine Inanspruchnahme zu Lasten der Kleingärten nur dann erfolgt, wenn eine Bebauung mit sozialer Infrastruktur erforderlich ist und keine andere geeignete Lösung wie Erweiterungen von bestehenden Schulstandorten möglich ist. Denn gerade bei einer immer weiter zunehmenden Verdichtung der Stadt ist es wichtig, neben Grünanlagen auch Kleingärten als weitgehend unversiegelte Flächen mit Erholungswert zu erhalten.

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