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06.02.2019, 18:25 Uhr | Matthias Steuckardt
Tierschutz nur in Sonntagsreden – CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg erschüttert über die Untätigkeit der Bezirksstadträtin Heiß (B‘90/Die Grünen)
 Seit nunmehr zehn Tagen muss der einzige Damhirsch im Tiergehege des Tempelhofer Franckeparks mit einem Seilgeflecht im Geweih leben. In der Einwohnerversammlung am vergangenen Donnerstag kündigten Bezirksstadträtin Heiß (B‘90/Die Grünen) wie auch die Landestierschutzbeauftragte sofortige Hilfe für den Hirsch an. Bisher tat sich aber nichts. 
„Die Anwohnerschaft wie auch viele Tierfreunde sind über die Untätigkeit des Bezirksamtes erschüttert, da sie sich um die Gesundheit des Hirsches sorgen. Als CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg möchten auch wir unsere Verärgerung darüber äußern. Während wir uns seit geraumer Zeit für den Erhalt des Damwildgeheges im Franckepark einsetzten, argumentierte Stadträtin Heiß immer wieder, dass eine Umsiedlung der Tiere ins Brandenburger Glauer Tal aus Gründen des Tierschutzes geschehen sollte. Nun zeigt sich, dass Frau Heiß es wohl doch nicht so ernst mit dem Tierschutz meint“, erklärt Matthias Steuckardt, Vorsitzender der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.
Der Damhirsch verfing sich in einem Seil, welches auf dem Gelände des Geheges zur Abgrenzung eines Bereichs verwendet wurde. Seit zehn Tagen muss er mit dem Geflecht im Geweih leben. Beobachter im Franckepark zufolge, macht der Hirsch mittlerweile einen sehr geschwächten Eindruck. 
„Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Situation für den Hirsch großen Stress bedeutet. Gerade aufgrund dieser akuten Lage, sollte das Bezirksamt schnell reagieren und dem Tier helfen. Bei der Einwohnerversammlung am letzten Donnerstag kündigte Frau Heiß umgehende Hilfe an. Wie kann es sein, dass bisher nichts getan wurde, um dem Tier zu helfen?“, hinterfragt der Fraktionsvorsitzende und fügt hinzu: „Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, dass Frau Heiß sich aktuell im Urlaub befindet, wäre das in Anbetracht dieser ernsten Lage ein Skandal.“
Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg fordert von Frau Heiß ein weiteres Mal umgehende Hilfe und ebenso eine baldige, adäquate Erklärung, weswegen das Bezirksamt eine so lange Zeit verstreichen lässt, bis dem Tier geholfen wird.
 
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