Hilfe für gebeutelte Gastronomen - Bezirk soll Heizpilze vorübergehend erlauben.

Presseinformation

Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg will Gastwirte in der Pandemie 
weiter unterstützen. Die Union hat in der jüngsten Sitzung der 
Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erfolgreich für ihre Forderung 
geworben, das seit 2009 in vielen Bezirken, so auch in 
Tempelhof-Schöneberg geltende Verbot von Heizpilzen in der Gastronomie 
in diesem Herbst und Winter ausnahmsweise auszusetzen.

 Union erzielt breiten Konsens in der Bezirksverordnetenversammlung

Die Christdemokraten konnten sich mit der Forderung nach einer 
Aussetzung des Heizpilzverbots und damit für eine Unterstützung der 
Gastronomie im Bezirk durchsetzen. Der Unionsantrag wurde um zwei 
Maßgaben ergänzt: Zum einen sollen dort, wo es möglich ist, elektrisch 
betriebene Wärmeinfrarotstrahler eingesetzt werden. Zum anderen wurde 
das Bezirksamt aufgefordert, über Maßnahmen nachzudenken, die die 
Klimaneutralität befördern. Eine Möglichkeit wäre das Pflanzen von 
Bäumen.
Die FDP trat dem ergänzten Antrag bei. In der folgenden Abstimmung 
votierten nur die Grünen gegen die Heizpilze. „Aber die Grünen 
erklären nicht, wie sie den Gastwirten abgesehen von Finanzspritzen 
des Staates helfen wollen“, kritisiert der Unionsverordnete Christian 
Zander.

Gastronomie drohen sonst weitere, schmerzhafte Umsatzeinbußen

Die Gastronomie gehört zu jenen Branchen, die von der Pandemie 
besonders schwer getroffen wurden. War es den Gastwirten dank 
anhaltend schönem Sommerwetter bisher möglich, ihre Gäste unter 
Einhaltung der AHA-Regeln draußen zu bewirten und so die dramatischen 
Umsatzeinbußen etwas abzufedern, stellt sich mit der einsetzenden 
kühleren Witterung wieder die Existenzfrage. Denn es ist längst nicht 
ausgemacht, dass Gäste auch gerne drinnen Platz nehmen wollen; und 
wenn sie es tun sollten, dann aufgrund der Abstandsregeln nicht mehr 
in so großer Zahl wie noch vor der Pandemie im vergangenen Winter. 
Weitere schmerzhafte Umsatzeinbußen sind vorprogrammiert.

Heizpilze in dieser Ausnahmesituation erlauben!

„Die Hilfe muss jetzt greifen. Die Gastronomen brauchen jetzt diese 
Unterstützung. Wir sollten es Reinickendorf und 
Charlottenburg-Wilmersdorf gleichtun. Sie haben schon coronabedingt 
Heizpilze für diese Wintersaison erlaubt“, erklärt der 
stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Liesener.
„Es würde sich um eine einmalige Aufhebung des Verbots handeln“, 
betont der Schöneberger CDU-Verordnete Harald Sielaff. „Es gäbe den 
Wirten aber die Möglichkeit, auch im Winter ihre Außenbereiche zu 
nutzen. Die Gefahr einer Virus-Übertragung ist an der frischen Luft 
geringer“, so Sielaff, der auch dem Ausschuss für Bürgerdienste und 
Ordnungsangelegenheiten vorsitzt.

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