Am Barbarossadreieck: Bebauung ja – Bürokoloss nein

Presseinformation

 Ein Thema beherrschte die Einwohnerfragestunde der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg vor der Sommerpause: das Bauvorhaben „Barbarossadreieck“ auf der Ecke Martin-Luther-Straße, Speyerer Straße und Barbarossastraße.

 Bürger bemängelten unter anderem, dass so gut wie keine Wünsche und Anregungen in die Planungen Eingang gefunden haben. Sie kritisierten die Höhe des Gebäudes und äußerten die Sorge einer größeren Verkehrsbelastung. 

Bürger ernstnehmen
Dazu erklärt derstadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Olschewski: „Anwohner haben selbstverständlich ein Anrecht darauf, mit ihren Sorgen, Wünschen und Vorschlägen gehört zu werden. Diese müssen in der anschließenden Abwägung ernstgenommen werden.“ 

Eher ist Verschattung zu befürchten 
Ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erwartet die CDU-Fraktion durch das Bauvorhaben nicht. Für die stark befahrene Martin-Luther-Straße hat das neue Projekt eher marginarle Auswirkungen. „Anwohner der Speyerer Straße und des jetzigen Bestandsgebäudes könnten eher ein Verschattungsproblem für Ihre Wohnungen bekommen, so der Schöneberger Verordnete Ralf Olschewski. 

Nein zu Büroturm: zu große Baumasse 
Die CDU in der BVV Tempelhof-Schöneberg hält die Bebauung des Grundstücks an Martin-Luther-Straße und Speyerer Straße durchaus für sinnvoll. Trotzdem hat sie als einzige Fraktion gegen den Aufstellungsbeschluss für den jetzigen Projektentwurf votiert. Der CDU-Experte für Stadtplanung: „Zu dem geplanten Bürohochhaus innerhalb des gestaffelten Komplexes mussten wir Nein sagen. Das ist eine zu große Baumasse und passt unserer Ansicht nach nicht in das Viertel, das aus Gründerzeit- und Nachkriegsbauten besteht.“ Bereits vor zwei Jahrzehnten sollte die Kriegslücke mit Wohnbauten geschlossen werden. Aus dem Stadtplanungsamt kam dann die Idee, hier einen Büroturm hinzusetzen, obwohl in dieser Gegend nach wie vor große Nachfrage nach Wohnraum besteht. CDU-Politiker Ralf Olschewski hält es durchaus für möglich, dass das Hochhaus am „Barbarossadreieck“ nicht das letzte im Quartier ist. „Es gibt in direkter Nähe noch mindestens zwei weitere bebaubare Eckgrundstücke.“ Die CDU will auf keinen Fall eine regionale Hochhauskonzentration an der Schnittstelle zwischen Hohenstaufenstraße und Martin-Luther-Straße.

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