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13.12.2018, 16:31 Uhr | Christian Zander
Damwild darf vorerst im Tempelhofer Franckepark bleiben – zumindest bis zu einer Einwohnerversammlung
 In der gestrigen BVV-Sitzung wurde ein Antrag beschlossen, der das Bezirksamt verpflichtet, keine Fakten zu schaffen und die Tiere solange im Damwildgehege zu belassen, bis sich das Bezirksamt in einer Einwohnerversammlung Anfang 2019 den Bürgerinnen und Bürgern stellt. Die Einwohnerversammlung wird vom Vorsteher der BVV einberufen, da ein entsprechender Antrag aus der Bevölkerung die Unterstützung von mehr als einem Drittel der Bezirksverordneten erhalten hat.
„Wir begrüßen, dass nun endlich auch die Anwohnerschaft mit in diesen Entscheidungsprozess eingebunden wird“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Steuckardt. „Ohne unseren Druck auf das Bezirksamt, wäre das Gehege bereits klammheimlich plattgemacht worden“, ist sich Steuckardt sicher – schließlich fand im November bereits ein Versuch statt, die Tiere umzusiedeln. 
Dabei sollte ursprünglich alles ganz anders ablaufen: Im Frühjahr wurde der Bevölkerung im Rahmen einer Informationsveranstaltung angekündigt, dass Veränderungen im Franckepark anstehen, die evtl. auch im Zuge der Baumaßnahmen im Jahr 2021 das Ende des Damwildgeheges bedeuten könnte. Danach führte das von der Grünen-Stadträtin Heiß geführte Grünflächenamt eine Tiefenprüfung durch. Doch anstatt sich wie angekündigt über diese Ergebnisse zuvor noch ein weiteres Mal mit der Anwohnerschaft auszutauschen – denn bis 2021 wäre noch ausreichend Zeit dafür -, wollte sie ohne Vorankündigung bereits in diesem Herbst die Tiere nach Brandenburg verbringen und das Gehege abreißen lassen.
Nicht durchsetzen konnte sich die CDU-Fraktion jedoch mit ihrem Antrag, dass der Bezirk das Gehege dauerhaft sichert und zu diesem Zwecke Verbesserungen vornimmt und ggf. einen Kooperationspartner für die Pflege der Tiere und des Geländes sucht.  „Das Bezirksamt hat bislang leider immer nur erklärt, was alles nicht geht, anstatt aufzuzeigen, was alles nötig wäre, um den Fortbestand zu sichern. Andere Bezirke wie Neukölln mit dem Tierpark Neukölln und Mitte mit den Tiergehegen in den Rehbergen sind viel engagierter vorgegangen, um die einst nicht optimalen Bedingungen wieder zu verbessern,“ bedauert der CDU-Verordnete Christian Zander.
 
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