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23.08.2018, 15:51 Uhr | Christian Zander
Kündigung der Schulleiterin der Spreewald-Grundschule bezeichnend für den Umgang der Berliner Bildungsverwaltung mit kritischen Köpfen
 „Die Bildungsverwaltung scheint froh zu sein, dass Frau Unzeitig ihren Job als Schulleiterin an der Spreewaldgrundschule aufgibt und nach Österreich geht. Anders lässt es sich nicht erklären, dass der Bitte um Auflösung des Vertrages derart zügig entsprochen wurde, wie sich sonst kaum ein Verwaltungsvorgang in Berlin erledigen lässt“, so der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Matthias Steuckardt. „Die Bildungspolitiker der SPD hatten von Anfang an mit der klaren und oftmals auch kritischen Haltung und Vorgehensweise ihre Probleme“, erinnert sich Steuckardt und ergänzt: „Bis 2016 erhielt die Spreewaldschule noch Unterstützung von Schulstadträtin Jutta Kaddatz (CDU). Doch nachdem nach den Wahlen der fachfremde Sozialdemokrat Oliver Schworck dieses Amt übernahm, bekam die Schulleiterin noch heftigeren Gegenwind. Insofern ist ihre Entscheidung, die Schulleitung abzugeben, absolut nachvollziehbar – ich bedauere sie aber trotzdem sehr.“
Der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Zander, zollt Frau Unzeitig für ihr Engagement Respekt: „Frau Unzeitig hat enorm viel Kraft in die Spreewaldschule investiert und viele Probleme angepackt; angefangen vom Trägerwechsel bei der Ganztagsbetreuung bis hin zum Wachschutz. Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen, beispielsweise einer unzureichenden Ausstattung mit Lehrkräften und Sozialarbeitern, einer seit ca. 2 Jahren aus Brandschutzgründen fehlenden Mensa sowie Eltern, die das Schulessen für ihre Kinder nicht bezahlen, wäre tatkräftige Unterstützung angebracht gewesen. Doch die gab es kaum oder in Sachen Wachschutz erst spät und nach heftigen Auseinandersetzungen. Stattdessen werden Quereinsteiger eingestellt, die für die dortige Situation nicht ausgebildet und vorbereitet sind. Zudem wurde der Spreewaldgrundschule von der Schulverwaltung zum aktuell beginnenden Schuljahr eine beträchtliche Anzahl weiterer Schülerinnen und Schüler zugewiesen, die zum Teil erhebliche Förderbedarfe haben. Damit wird die Arbeit an der Schule sehenden Auges noch weiter erschwert“, äußert Zander sein Unverständnis. 
„Ich hoffe nun auf eine ebenso engagierte Persönlichkeit als Nachfolge in der Schulleitung, die bereit ist, sich im Interesse der Schulkinder auch gegen Widerstände durchzusetzen“ so Zander abschließend.
 
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